Kann man sich beim Analverkehr mit HIV infizieren?
Ja. Ungeschützter Analverkehr (analer Geschlechtsverkehr ohne Kondom) ist mit einem grossen Risiko verbunden. Beide Sexualpartner können sich während eines Analverkehrs mit HIV infizieren. HIV kann im Blut, Sperma, Präejakulat (Lusttropfen) oder Vaginalsekret einer infizierten Person vorhanden sein. Im allgemeinen ist diejenige Person, die das Sperma aufnimmt, einer grösseren Ansteckungsgefahr ausgesetzt, weil die Darmschleimhaut aufgrund ihrer Dünnhäutigkeit dem Virus als Eintrittspforte in den Körper dienen könnte. Dennoch ist auch derjenige einem Risiko ausgesetzt, der seinen Penis in den Anus eines infizierten Partners einführt, da das HI-Virus durch die Harnröhre (die Öffnung an der Peniseichel) oder durch kleine Schnitt- oder Schürfwunden bzw. anderweitige offene Wunden am Penis in den Körper eindringen kann.
Kein Geschlechtsverkehr (Enthaltsamkeit) ist die sicherste Art, HIV zu vermeiden. Wer sich für Analverkehr entscheidet, sollte ein Latex-Kondom verwenden. In den meisten Fällen sind Kondome sehr wirkungsvoll. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kondom reisst, bei Analsex grösser als bei Vaginalverkehr. Deshalb besteht bei Analverkehr selbst mit Kondom ein potentielles Ansteckungsrisiko. Zusätzlich zum Präservativ sollte man reichlich wasserlösliches Gleitgel verwenden, um die Gefahr zu verringern, dass das Kondom reisst.
Weitere Informationen über Latex-Kondome unter "Male Latex Condoms and Sexually Transmitted Diseases"
©Centers for Disease Control and Prevention (CDC)
©Translation: AIDS-Aufklärung Schweiz
last updated: 20/10/2006
